1. Freies Spielen und Lernen

In dieser Zeit kann Ihr Kind selbst entscheiden, was es tun möchte und sich auch seine Spielpartner frei auswählen. Es will aus einem inneren Drang heraus tätig werden und es bedarf einer Umgebung, in der es diesen Tätigkeitsdrang in freier und selbständiger Weise nachgehen darf. Im Spiel ist Ihr Kind mit all seinen Fähigkeiten aktiv. Es muss sich konzentrieren, es handelt, es beobachtet die Wirkung seines Handelns, es erlebt das Miteinander mit anderen Spielkameraden und ist dadurch emotional und sozial gefordert. Es muss sich an Regeln und Grenzen halten, die sich die Kinder auch gegenseitig setzen. Es übt sich in verschiedene Praktiken, z.B. im Bauen, Malen, Kleben, es probiert sich in Tischspielen, übt das Gewinnen und Verlieren, im Rollenspiel entwickelt es Kreativität und Phantasie. Alle Techniken kann Ihr Kind so oft es will wiederholen und sich dabei festigen und weiter entwickeln.
Die Erzieherin beobachtet in diesem Zeitraum die Kinder in vielen Bereichen. Sie sieht, wie weit ein Kind entwickelt ist, wo es Hilfestellung und Unterstützung braucht und kann die pädagogische Förderung dementsprechend aufbauen. Dies ist für uns Erzieherinnen ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.
Ansonsten sind wir in dieser Zeit Ansprech- und Spielpartner für die Kinder und geben Anregung und Hilfestellung, wo es nötig ist.

2. Morgenkreis

Wir treffen uns an diesem Tag das erste Mal als Gesamtgruppe, begrüßen uns und nehmen uns bewusst als Gruppe war. Wir erleben die Gemeinschaft und die Zusammengehörigkeit. Im Morgenkreis kann Ihr Kind seine Bedürfnisse und Erlebnisse der Gruppe mitteilen, es werden Gespräche geführt, Lieder gesungen, Spiele gemacht und Übungen aus dem phonologischen und mathematischen Bereich eingebaut. Ganz nebenbei findet hier also Sprach- und Gehörbildung statt, ebenso Förderung des sozialen Verhaltens und Vermittlung von religiösen Werten, musikalische Förderung und Förderung der geistigen Entwicklung. Ihr Kind lernt unbewusst im Spiel, aber gezielt gelenkt durch die Erzieherin.

3. Gemeinsames Essen

Wir legen Wert darauf, gemeinsam zu essen. In der heutigen Zeit ist dies oft keine Selbstverständlichkeit mehr. Es ist für uns ein Ziel, den Kindern zu vermitteln, dass Gemeinsamkeit und ein Miteinander etwas sehr Schönes sind.
Gespräche bei Tisch unterstützen die Sprachentwicklung und fördern die Kommunikationsbereitschaft.
Ihr Kind übt sich im motorischen und sozialen Bereich. Sie helfen sich gegenseitig und lernen voneinander.
Ihr Kind lernt Rücksichtnahme und Verantwortung zu übernehmen.
Es übt die hygienischen Regeln zu beachten (Hände vor und nach dem Essen waschen, Gesicht reinigen) und wir unterstützen es dabei, die Erfahrung zu machen: „Ich kann es selbst“.

Vesper: Es ist uns wichtig, dass Ihr Kind als Brotzeit keine Süßigkeit dabei hat. Wenn die Vesper verzehrt ist, darf es gerne zusätzlich eine kleine Nachspeise essen, wenn Sie das möchten.

Mittagessen: Ihr Kind kann bei uns eine warme Mahlzeit einnehmen. Wir werden von einer ortsansässigen Metzgerei beliefert. Die Angebote sind abwechslungsreich und ausgewogen. Sie entscheiden, ob Ihr Kind warm isst oder eine zweite Vesper dabei hat.
Wenn Ihr Kind satt ist, darf es seine Mahlzeit beendet. Es übernimmt Verantwortung für sein Hungerbedürfnis und lernt es zu steuern.

4. Kleingruppen, Gesamtgruppe, Projekte

Unser Ziel ist es, Ihr Kind in den einzelnen Bereichen des Bildungs- und Erziehungsplanes zu fördern.
Dies verwirklichen wir durch Kleingruppenarbeit mit 2-8 Kindern, durch Arbeit mit der Gesamtgruppe und in Projektarbeiten. Hier befassen wir uns über einen längeren Zeitraum mit einem Thema.